Tipps für langhaarige Metaller

Februar 12th, 2008 by metalgott

Wer lange Haare hat und diese vielleicht auch noch durch Tönungen oder Färbungen austrocknet, kennt die Probleme mit verknoteten Haaren. Neben einer passenden Pflege, zu der es im Langhaarnetzwerk zahlreiche Tipps gibt, ist auch das richtige Kämmen und Bürsten sehr wichtig. Hier kann ich eine Bürste aus der dm-Drogerie empfehlen, eine so genannte Holzbürste mit Mischborste, extrabreit, für langes Haar von der dm-eigenen Marke ebelin. Angeblich ist da noch ein mineralischer Turmalin- Puder drauf, der energetisierend wirken soll, aber von solchem Wellness- Geschwafel halte ich nicht viel. Mit 7,95 Euro ist die Bürste recht günstig, eine kleinere Variante kostet 4,95 Euro.

Zusätzlich sollte man einen groben Kamm mit mehreren Millimetern Abstand zwischen den Zinken zum Vorkämmen benutzen und ein normaler Kamm eignet sich wunderbar zur Reinigung der Haarbürste(n) und zum Auskömmen einzelner Strähnen.  Wichtig ist, dass man die Haare nur trocken bürstet und bei nassem Haar bestenfalls mit den Fingern oder einem groben Kamm durch die Haare geht. Mögliche Knoten lassen sich mit Keratin bzw. Keratinöl (SP-Serie beim Friseur) leichter lösen, was vor allem diejenigen Konzert- und Festivalbesucher zu schätzen wissen dürften, die ihre Haare pausenlos fliegen lassen ;)
Mehr Infos für Eure Haare findet Ihr im oben erwähnten Langhaarnetzwerk :)

iTunes nervt!

November 26th, 2007 by metalgott

Ich war noch nie ein Fan von dem ganzen iPod- und iTunes-Krempel, auch wenn ich unterwegs selber einen iPod shuffle benutze. Der läßt sich aber leider nur mit iTunes befüllen und daher habe ich mich zwangsläufig mit dieser Schrott-Software angefreundet, so dass das Synchronisieren inzwischen problemlos klappt. Aber etwas anderes nervt mich die letzte Zeit an iTunes: alleine in den letzten 2-4 Wochen gab es 2 oder 3 Updates für diesen Haufen Software-Schrott, jedes Mal ein um die 60 MB großer Download.

Muss das sein???

Ganz zu schweigen davon, dass man jedes Mal den Rechner nach dem iTunes-Update neu starten muss, obwohl die meisten anderen Programme spätestens seit Windows XP keinen Neustart mehr erfordern, wenn eine Installation oder ein Update gemacht wird - zum Kotzen!

Deppen-Boulevardzeitung bezeichnet Dimmu Borgir als Satanisten-Rocker

November 6th, 2007 by metalgott

Es ist jedem halbwegs intelligentem Metaller klar, dass die BILD-Zeitung ein einziger großer Haufen übelst stinkender Scheiße ist. Nicht nur, weil dieses Drecksblatt seinen Lesern Desinformation und Werbung als Nachrichten verkauft oder wegen der Redaktionsrichtlinien, die journalistische Mitarbeiter zum bedingungslose Anschleimen an Faschisten aus den USA und Israel verpflichten, sondern auch, weil dieses Stück publizistischer Abfall Vorurteile verfestigt und seinen Lesern die Welt ideologisch in Schwarzweiß oder bestenfalls wenigen Grautönen vermittelt. So auch mit dieser Schlagzeile:

Satanisten-Rocker aus Norwegen klagen Berliner Rüpel-Rapper an: Bushido hat uns beklaut!

In dem zugehörigen Artikel geht es darum, dass Rapper-Depp Bushido offenbar die Melodie des Songs Mourning Palace von Dimmu Borgir geklaut hat, um damit sein Pisa-Gestotter mit dem Titel “Mittelfingah” zu untermalen. Abgesehen davon, dass es Mittelfinger heißt, ist es natürlich schon sehr dumm, sich als HipHopper ausgerechnet am geistigen Eigentum einer Heavy Metal-Band zu bedienen. Man könnte dies natürlich als Beleg für die mangelnde Intelligenz und Kreativität von Rappern und der primitiven HipHop-Szene als Ganzes heranziehen, aber ich will ja keine Vorurteile schüren, nicht wahr? ;)
Außerdem dürfte das Management von Dimmu Borgir die juristische Auseinandersetzung gegen den Rap-Depp Bushido führen, nicht die Band selbst, so dass sich der Verfasser Uli Schüler aus dem Hochhaus der Schande, dem Springer Verlagshaus, die Bezeichnung der Band als Satanisten-Rocker schlichtweg hätte sparen können.

Wenn man von einer Kultur und Szene keine Ahnung hat, sollte man vielleicht einfach mal die Fresse halten, lieber Uli!

Konzert-Review: Iced Earth in Köln (08. Oktober 2007)

Oktober 17th, 2007 by metalgott

Zunächst einmal war es reichlich dämlich, dass beim Vorverkauf angekündigt worden war, dass Dark Tranquillity als Vorband zu Iced Earth auftreten. Später war davon nirgendwo mehr die Rede, dafür wurden dann Annihilator und Turisas als Vorbands angekündigt. Toll, wenn man Turisas zum x-ten Mal in den vergangenen Jahren sieht und man so das Kampf-Gejodel der rot lackierten Finnen schon vorwärts wie rückwärts auswendig kennt. Aber das war nicht weiter schlimm, hatte man doch auch unterschiedliche Startzeiten angegeben. Auf meinem Ticket stand, dass um 20 Uhr Einlass sei und die Veranstaltung um 21 Uhr beginnt. Im Web war das Ganze um eine Stunde vorgezogen zu finden, also Einlass 19 Uhr und Beginn 20 Uhr. Getoppt wurde der Flop nur noch von Annihilator, die ich persönlich super-langweilig fand, irgendwo in Richtung alte Metallica für Arme.

Schön, endlich letzte Pause vor Iced Earth, jetzt Butter bei die Fische. Aber leider konnten Iced Earth an diesem Abend auch nicht so recht überzeugen. Anfangs schien Tim Owens Ohrenschmerzen zu haben oder - teils verzweifelt - auf sein kleines Männchen im Ohr zu lauschen. Jedenfalls blieb eine Hand während der ersten paar Songs fast permanent am Ohr. Zwar legte sich das später, aber das machte den Gesang auch nicht besser, der streckenweise sehr mechanisch und abgelesen wirkte als wüsste Owens nicht, wo er wann einzusetzen hatte. Auch als Jon Schaffer ans Mikro trat, wurde es leider nicht besser, denn die Zuschauer wurden unter anderem mit zahlreichen fetten Rückkopplungen und matschigem Sound gequält. Ein paar Songs später verließ ich das Konzert, denn das war nicht mehr Iced Earth wie ich es kannte, sondern bestenfalls noch eine Iced Earth-Coverband.

Ich weiß nicht, ob die Performance der Band oder der Sound in der Live Music Hall  an dem Abend schlechter war, das Ergebnis war jedenfalls für mich den Ticketpreis und die Zeit nicht wert. Außerdem gehen mir Konzerte mit mehr als einer Vorband immer häufiger auf den Sack. Da wartet man noch länger als sonst schon auf den Haupt-Act und macht in der Zwischenzeit nur die Gastronomie der Location reich, weil man sich langweilt. Am Wochenende mag das ja vertretbar sein, aber unter der Woche muss man eben meist am nächsten Morgen früh raus. Für knapp 30 Euro je Ticket sollte man meiner Meinung nach auch mit einer Vorband auskommen können. Aber keine Ahnung, ob ich Iced Earth überhaupt noch einmal live eine Chance gebe. Vielleicht wäre eine Auflösung der Band  nach 2003 doch die bessere Alternative gewesen…

Wacken Open Air als Ballermann 666?

Oktober 17th, 2007 by metalgott

The Holgmann weist bei den Wacken-Spacken darauf hin, dass Wacken immer mehr zu einem Ballermann 666 geworden sei:

Genau, Wacken mutiert langsam zum Ballermann 666. Man sollte Security auf den Zeltplätzen Streife laufen lassen, vor allem ab Sonntag morgen, wenn die rituellen Zeltabfackelungen auf den Camping Only-Grounds stattfinden. Die Veranstalter wissen es seit Jahren, blarren nur herum und unternehmen nix.

Es ist schon komisch, wenn alle Welt die Probleme und Kritikpunkte in Wacken klar benennt, aber die Veranstalter bislang immer noch vielfach so getan haben, als gäbe es keine Missstände. Da man den Besuchern nicht in de Kopf gucken kann, ob sie wirklich Metaller sind oder nur saufende Vollidioten, die vorher immer zum Ballermann geflogen waren, wäre eine durchgreifende Security-Streife eine gute Idee. Wer erfahren müsste, dass er bei massivem Asi-Verhalten und Gewalt umgehend Hausverbot / Platzverweis samt abgeschnittenem Bändchen riskiert, würde sich spätestens im folgenden Jahr überlegen, ob er noch einmal hinfährt, wenn es ihm eh nur um Saufen und Gepöbel geht.

Hinsichtlich der Zeltabfackelungen könnte sich auch in Wacken die beim Summer-Breeze übliche Praxis bewähren,  die brennenden Zelte samt Autos und Kennzeichen zu fotografieren, so dass man die Urheber zur Verantwortung ziehen kann, z.B. mit Strafgebühren in Höhe von 500-1.000 Euro. Andererseits lässt das Verbrennen von Müll und Zelten auch darauf schließen, dass die Veranstalter bisher eines sträflich vernachlässigt haben: einen würdigen Abschluss des Festivals. Wie wäre es stattdessen  mal mit einem richtig geilen Feuerwerk oder einem anderen verbindendem Ritual, so dass mit der Zeit die Zeltverbrennung als übliches Abschluss-Ritual verdrängt würde?

Oder wie wäre es mit einer Veröffentlichung der Kostenaufstellung für das Löschen der Brände und der Entsorgung der Müllberge, kombiniert mit einem positiven Aufruf? Ob man dies nun so gestaltet, dass z.B. die eingesparten Kosten für einen guten Zweck gespendet werden oder ein Teil in eine Ticket-Verlosung fließt, wäre an sich egal. Hauptsache, das Verbrennen von Zelten und Müllbergen würde von der Community schließlich geächtet, so dass sich jeder Abweichler dem Druck der Massen ausgesetzt sähe. Unter dem Strich wäre so eine Maßnahme wohl sogar noch billiger als Feuerwehr und Entsorgung.

Warum ist man im WOA-Office offenbar so unkreativ?

Link-Tipp: Wacken-Spacken

August 7th, 2007 by metalgott

Auf der Site Wacken-Spacken wird einmal dokumentiert, was die Veranstalter des Wacken Open Air dieses Jahr so alles an Mist gebaut haben und was sie sich noch alles an Dreistigkeiten gegenüber Fans rausnehmen.

Der Nutzen: Nächstes Jahr wird niemand sagen können, dass bestimmte Probleme neu wären oder dass es keine andere Möglichkeit gab, obwohl es schon jetzt Unmengen an Verbesserungsvorschläge in diversen Foren inklusive dem Wacken-Forum gibt, die nicht die Welt kosten, sondern Peanuts und nur einen Funken Kundenfreundlichkeit bei den Veranstaltern.

Entweder man lernt endlich aus den Fehlern, nimmt Kritik an und ändert was, oder man geht den Weg des Dynamo-Festivals - in den verdienten Untergang.

Fan-Verarschung á la Wacken

August 2nd, 2007 by metalgott

Wacken säuft mal wieder ab. Dadurch, dass es einige Tage vorher wohl ordentlich geschüttet hat, ist der Boden mal wieder aufgeweicht wie ein Schwamm, so dass die Schlammschlacht wieder vorprogrammiert ist. Das war schon Tage vorher bei den Webcam-Bildern vom Aufbau im Festival-Bereich zu sehen. Noch gestern früh gegen halb neun schrieb WackenKai auf der Homepage:

Liebe Metalheads,

die Anreise startet jetzt und die Sonne scheint dazu….

die Flächen trocknen gut ab und alles ist gut.

Irgendwie kam man sich da ja schon verarscht vor, denn wer die Bodenverhältnisse auf dem Acker von Wacken kennt, der weiß, dass knapp unter dem Gras noch jede Menge Wasser schlummert, das durch ein bisschen Sonne sicher nicht wegtrocknet, sondern durch den Anreiseverkehr eher den Boden zu einer einzigen Matschfläche machen wird. So kam es dann auch. Knapp drei Stunden später schreibt WackenKai dann:

Liebe Metalheads,
aufgrund der dramatisch schlechten Wettersituation bis Dienstagvormittag und der daraus resultierenden schlechten Bodenbeschaffenheit geben wir folgendes bekannt:

Wir müssen in diesem Jahr leider aufgrund höherer Gewalt strikt trennen zwischen Parken und Campen, da einige Wiesen mit dem Auto definitiv nicht befahrbar sind und wir die Ordnung und Sicherheit gewährleisten müssen.

Die Ordner werden Euch den Weg zur Camping Area weisen.

Wohnwagen, Camper, VW-Busse und die die in ihrem Auto schlafen wollen, bleiben natürlich an ihrem Fahrzeug.

Des weiteren müssen wir ein komplettes Fahrverbot auf dem gesamten Park-und Campinggelände aussprechen.

Öhm, wie war das noch gleich mit “Campen am Auto”? Klasse, macht sicher Spass, kistenweise Bier und Campingkram quer über den Wackener Sumpfacker zu schleppen. Das fanden offenbar auch zahlreiche Metalheads nicht lustig und beschwerten sich. Gegen halb drei schreibt dann WackenIngo:

Liebe Metalheads,

gemäß unseren Ankündigungen schreiben uns jetzt ganz „Schlaue“, das in unserem Festival ABC – ja aber steht, das wir Campen am Auto garantieren und auch Grünflächen.

Grünflächen haben wir auch weiterhin, jedoch sind diese aufgrund von höherer Gewalt zur Zeit nicht befahrbar, so dass man zur Zeit direkt am Auto nicht campen kann.

Also zunächst werden offenbar diejenigen, die sich beschweren, als Dummköpfe, Nörgler oder Querulanten beleidigt, denn nichts anderes bedeuten wohl die Anführungszeichen bei den Schlauen. Höhere Gewalt - als ob es das erste Mal wäre, dass das Gelände absäuft! Heißt also: Wir haben zwar Grünflächen, aber nur unter Wasser, und am Auto campen geht auch nicht. Kurzum, es handelt sich um Mängel, um die man sich als Veranstalter kümmern sollte, wenn man ein Leistungsversprechen gegeben hat und die Fans für jeden Furz abkassiert. Man könnte ja als kleine Entschädigung beispielsweise die Duschen kostenfrei anbieten, damit sich die von der Schlepperei verschwitzten Metalheads wenigstens erfrischen können. Aber auf so einfache kleine Gesten kommt man im Geldspeicher Büro der Wacken-Veranstalter wohl nicht. Ein fetter Sturm, stunden- oder tagelanger Platzregen oder ähnliches sind bei anderen Festivals höhere Gewalt. In Wacken reicht dafür ein bißchen Regen über ein paar Tage verteilt - lächerlich!

Der max. Weg ist 800 m über die Grünflächen. Ein Shuttleverkehr kann es nicht geben, da die Flächen Feld an Feld liegen, sowie würde man dann noch mehr kaputt fahren. Wir müssen die Flächen erstmal schonen und freihalten für Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge.

Ist ja hübsch, dass man wenigstens daran denkt, dass noch Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge aufs Gelände müssen, schließlich könnte bei der diesjährigen Kombination aus dem üblichen Matschacker (”Wackener Wattenmeer”), gnadenloser Überfüllung und Unmengen Alkohol ja wieder der eine oder andere Metaller ins Gras beißen. Nur nützt das den ganzen Metalheads nichts, die in dem Glauben angereist sind, am Auto campen zu können und oftmals bis unters Dach bepackt sind.

Heute morgen gab es dann auf der Wacken-Homepage ein paar warme Worte vom W:O:A Team nach dem Schema “1000 Dank” an alle, welche die üblich chaotische Situation in Wacken ohne Murren ertragen hatten. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Orga gewohnt chaotisch / überfordert und das Gelände genauso Scheisse ist wie all die Jahre zuvor. Apropos Scheisse, die Duschen und Klos sind teilweise nicht nutzbar, weil die Ver- und Entsorgungsfahrzeuge wohl trotz der Schlepperei der Metalheads doch nicht so einfach zu den Standorten der Container und Dixies kommen. Das ist angesichts der tonnenschweren Fahrzeuge, die in dem Schlamm ordentlich einsacken und dann nicht mehr wegkommen, nun wirklich kein Wunder.

Wenigstens hat man auf dem Festivalgelände großzügig Stroh und ähnliches Material verteilt, so dass man dort halbwegs normal gehen kann. Sollte es allerdings erneut regnen, dürfte auch das sehr bald im Schlamm verschwinden.

Was für ein Glück, dass es für mich das letzte Mal Wacken ist. Nächstes Jahr wird es dann heißen: “Nach Wacken? - Geh kacken!”

Die kriegen es einfach nicht anständig hin, obwohl sie Jahr für Jahr die Fans immer mehr von vorne bis hinten abzocken. Da hilft halt nur eine Abstimmung mit den Füßen, zum Beispiel zum MetalCamp oder zum SummerBreeze.

Spruch des Tages

August 1st, 2007 by metalgott

Das Wacken Open Air ist doch nur noch ein großer Haufen Kommerz-Scheisse, um den sich Jahr für Jahr immer mehr Fliegen tummeln.

Explodierende Shirt-Preise bei Black Flirt

August 1st, 2007 by metalgott

Die Gören von Black Flirt sind immer wieder für eine Lachnummer gut. Sei es, dass sie ihre Benutzer zu Klickbetrug oder Spam auffordern, oder ihre Benutzer samt Daten an Oberberg Online verticken, nachdem der Klickbetrug zu Lasten von Sponsor-Ads aufgeflogen war, nun gibt es eine neue Aktion. Und zwar verlosen die Kinder 6 T-Shirts mit Logo und Nicknamen darauf:

Black-Flirt T-Shirts Verarschung

Nun gut, das häßliche Logo auf der Vorderseite scheint halb unter dem Arm zu sitzen und der Nickname auf der Rückseite sitzt offenbar auch schief. Am besten ist aber die Angabe, dass die Shirts angeblich jeweils einen Wert von 25,00 Euro hätten. Man kann sich in jedem beliebigen Copy-Shop mittels Flocktechnik für 12,00 Euro solche Shirts mit einfarbigem Schriftzug bis DIN A3 als einzelnes Exemplar oder Kleinauflage drucken lassen. In größeren Stückzahlen (ab 10 Exemplare) liegt man bei lächerlichen 8-10 Euro kosten. Wer größere Mengen im Siebdruck-Verfahren fertigen läßt, senkt die Kosten pro Exemplar auf 4-6 Euro, wobei der Nickname aber wohl weiter aufgeflockt wird, was aber kostentechnisch kaum ins Gewicht fallen dürfte angesichts der lächerlich kleinen Fläche.

Im Übrigen dürfte der “Wert” für die Benutzer noch geringer sein, denn letztlich handelt es sich nicht um einen Gewinn, sondern um ein Werbemittel für Black Flirt. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass diese Leutchen die Benutzer verarschen. Zum Beispiel mit ihrer Linkspam-Hurerei mittels so genannter Todessterne, angepassten Links zur Benutzerabwerbung von anderen Sites, mit denen die Benutzer für Black-Flirt rechtlich durchaus riskanten Linkspam betreiben. Damit bekam Black-Flirt Backlinks und neue Benutzer, während die Werber im Zweifelsfall die Abmahnung wegen Werbung für Konkurrenzsites kassiert hätten. Gleiches gilt für den Kettenbrief, der als delegierter Spam bezeichnet werden kann und seit einiger Zeit mit kindischen Bärchen-Motiven daherkommt, zu deren Veröffentlichung man sehr wahrscheinlich nicht die notwendigen Nutzungsrechte oder eine Lizenz besitzt. Unter dem Strich ist das aber auch alles nur Benutzerverarschung und Werbung für Black Flirt.

Schön blöd, wer da noch mitmacht.

Warum dieses Jahr mein letztes Wacken wird

Juli 29th, 2007 by metalgott

Mal ehrlich, wohl fühlen kann man sich in Wacken schon lange nicht mehr. Jedes Jahr werden immer mehr Leute auf den bei Regen blitzschnell absaufenden Kuhwiesen und Ackern zusammengepfercht, so dass einige Metalheads geographisch schon außerhalb des Ortes zelten und 15-30 Minuten Fußmarsch bis zum Festivalgelände in Kauf nehmen müssen.

Dann wäre da die grandiose Fan-Abzocke an allen Ecken und Enden, die locker mit Veranstaltungen wie Rock am Ring mithalten kann. Allerdings beschränkt sich die Abzocke in Wacken nicht auf das Festival-Gelände, sondern auch auf die Anwohner, die mit ihren pappigen Aufback-Brötchen und Aldi-Bier im Pavillon sabbernd vor ihren Häusern stehen und sich den Plunder von den Metalheads vergolden lassen wollen.

Die Veranstalter missbrauchen außerdem die in den vergangenen 18 Jahren auf Kosten der Fans aufgebaute Geldmacht zu immer häufigeren Exklusiv-Verpflichtungen von Bands, so dass diese im gleichen Jahr nicht mehr auf anderen Festivals in Deutschland auftreten können. Bei Reunions oder richtigen Krachern mag das ja Sinn machen, aber nicht wie aktuell z.B. bei der 0815-Band Children of Bodom für 2008, die mir persönlich zum Glück eh komplett am Allerwertesten vorbeigeht.

Die geographische Lage von Wacken am Arsch der Welt von Schleswig Holstein macht die Anreise für alle, die südlich von Niedersachsen anreisen, besonders lästig, insbesondere via ÖPNV. Und bei der Anreise wäre auch schon der nächste Kritikpunkt: Bei anderen Festivals ist es üblich, dass die Leute frühestens am offiziellen Anreisetag oder maximal einen Tag vorher auf den Campground gelassen werden. Das macht es möglich, seine ohnehin begrenzten Urlaubstage sauber planen zu können. Nicht so in Wacken. Da reisen viele Bekloppte schon 3 Tage und mehr vorher an und sichern sich so natürlich die besten Plätze auf dem Campground. Wer zum offiziellen Anreisetermin kommt, landet dann häufig mit seinem Zelt irgendwo in der Pampa und läuft sich die Füße wund. Warum? Weil man natürlich die Gebühren für Food- und NonFood-Stände in die Höhe schrauben kann, wenn man den Händlern nicht nur für drei Tage Festival, sondern für eine ganze Woche potentielle Kundschaft zusagen kann. Aber was habe ich bitte davon, schon drei Tage vor den Auftritten auf dem Wackener Acker zu hocken???

Ein Bekannter, der neulich frisch vom Metalcamp zurückkam, brachte es ganz gut auf  den Punkt:

Wacken hat mit Metal vielleicht noch so viel zu tun wie das Oktoberfest mit dem bayrischen Alltag.

Ich finde, da hat er vollkommen Recht.